Zahnerhaltung

Jeder einzelne Zahn muss tagtäglich unheimlich viel leisten. Wir zerkleinern im Laufe unseres Lebens riesige Berge der verschiedensten Nahrungsmittel. Dabei entstehen Kräfte, die im Extremfall bis zu 70 Kilogramm/cm² betragen können.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Zähne ist die zwischenmenschliche Kommunikation. Fehlen Zähne oder sitzt der Zahnersatz locker, kann dies das persönliche Erscheinungsbild sowie die deutliche Aussprache erheblich beeinträchtigen. Unter diesen Mängeln kann auch das Selbstbewusstsein leiden.

Fazit:

Es gibt also viele Gründe dafür, so viele Zähne wie möglich langfristig zu erhalten!

Füllungen

Aus zahnmedizinischer Sicht muss ein Füllungswerkstoff haltbar, körperverträglich und gut zu verarbeiten sein. Amalgam erfüllt all diese Eigenschaften, wird aber von vielen Patienten, unter anderen aus Gründen der Ästhetik, abgelehnt, denn es ist nicht zahnfarben. Die Dentalindustrie bietet zwar mittlerweile eine Vielzahl von Ersatz-Werkstoffen an, aber die Auswahl ist nicht einfach. Nicht jeder Werkstoff ist nämlich für jedes „Loch“ im Zahn verwendbar. Entscheidend ist immer, wie groß der zu füllende Defekt ist und vor allen Dingen, wo er sich befindet. In der menschlichen Mundhöhle wirken nämlich unterschiedliche Kaugewalten auf die Zähne ein. Beißen wir z.B. im Frontzahnbereich mit einer Kraft von 20 kg/cm² zu, wirken im Backenzahnbereich immerhin 70 kg/cm². Beim Pressen/Knirschen sind es sogar bis zu 1200 kp/cm

Wir beraten Sie gerne über die für Sie in Frage kommenden Alternativen!

Amalgam

Standardfüllung der gesetzlichen Krankenkasse im Seitenzahnbereich. Langlebig und stabil, auch für großflächige Versorgungen geeignet, jedoch silberfarben und wegen der Zusammensetzung (Quecksilberanteil) immer mal wieder Anlass für Gesundheitsdiskussionen!

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Kunststoffe (Komposite)

Zahnfarbenes Material, auch für den Seitenzahnbereich geeignet. Dank verbesserter Materialeigenschaften und neuer Befestigungsverfahren sind Komposite mittlerweile formstabil und langlebig. Dieses Material erfordert aber, aufgrund seiner besonderen Eigenschaften, meist höheren Aufwand beim Legen der Füllung!

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Zemente

Zur provisorischen Versorgung bei verschiedensten Indikationen geeignet (z.B. als Aufbau unter einer zukünftigen Krone, als Übergangslösung bis zur endgültigen Versorgung, bei einer sogenannten "Amalgamausleitung").

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Goldinlay

Einlagefüllungen aus Gold werden in einem zahntechnischen Labor angefertigt und in einer zweiten Sitzung eingeklebt. Sie sind eine sehr solide Versorgung im Seitenzahnbereich, die auch hohen Kaukräften Stand hält. Aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrungen kann man diese Versorgung, was die Haltbarkeit angeht, mit Recht als den "Goldstandard" bezeichnen! Sie werden wegen der nachteiligen Ästhetik allerdings mehr und mehr von Keramikeinlagefüllungen verdrängt (s.u.).

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Keramikinlay

Keramik ist in ihren Eigenschaften ähnlich der Zahnsubstanz und lässt deshalb das Licht wie bei natürlichen Zähnen durchscheinen. Perfektes Aussehen und Verträglichkeit zeichnen dieses Material aus.

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Wurzelfüllungen

Entzündungen des "Zahnnerven" (Pulpa) können verschiedenste Ursachen haben, wie Einwanderung von Bakterien, übermäßige Krafteinwirkung von außen oder Fehlbelastungen. Häufig sind sie mit starken Schmerzen und Schwellung kombiniert. Ziel der Behandlung ist es, nach Entfernung des entzündeten Gewebes aus dem Inneren des Zahnes und Desinfektion durch Medikamenteneinlage, den Zahn mit einer dichten Füllung im Zahninneren zu versehen, um ihn langfristig erhalten zu können.

Die Erfolgsquote dieser Behandlung ist sehr hoch, dennoch kann es zu einem Misserfolg kommen. Wurzelbehandelte Zähne bleiben „Risikozähne“, die in regelmäßigen Abständen röntgenologisch überprüft werden sollten, um die Entwicklung zu überwachen. Denn es kann, auch ohne dass der Patient dieses wahrnimmt, zur Entwicklung einer chronischen Entzündung im Umfeld der Wurzelspitze des Zahnes kommen. In diesem Fall ist eine sogenannte „Wurzelspitzenresektion“ (siehe auch „zahnärztliche Chirurgie“) als oftmals letzte Möglichkeit zum Erhalt des Zahnes notwendig.