Parodontaltherapie

Die im Volksmund häufig als „Parodontose“ bezeichnete Entzündung des zahnumgebenden Gewebes (Zahnhalteapparat, Parodont), ist nach dem 45. Lebensjahr die häufigste Ursache für den Verlust von Zähnen. Die zunächst schmerzfreie Erkrankung verläuft über viele Jahre schleichend, wobei verstärktes Zahnfleischbluten, kleine Schwellungen und Mundgeruch oft Begleitsymptome darstellen. Über die Jahre kommt es im weiteren Verlauf zum fortschreitenden Abbau des Kieferknochens, was zur Zahnlockerung und dann zum Verlust führen kann.

Eine unbehandelte Parodontalerkrankung gilt als ein gesundheitlicher Risikofaktor für den gesamten Körper!

Das Risiko für Folgeerkrankungen wie Diabetes (10fach erhöht!), Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall!) ist erhöht. Sogar Frühgeburten können ausgelöset werden.

Besonders aggressive Formen dieser Erkrankung können auch schon im jugendlichen Alter auftreten. Um frühzeitig zu erkennen, ob ein Patient an „Parodontose“ leidet oder spezielle Vorsorge betreiben sollte, stellen wir durch gezielte Untersuchungen (Parodontaler Screening Test, Blutungstest, gezielte digitale Röntgenkontrolle, ggf. mikrobiologische Keimuntersuchung etc.) den Zustand des Parodonts routinemäßig fest.

Es folgt eine dem Schweregrad der Erkrankung angepasste systematische Therapie mit Aufklärung, spezieller Unterweisung, Vorbehandlung zur Bakterienminimierung und schließlich Intensivreinigung der infizierten Zahnfleischtaschen unter lokaler Betäubung. Die möglichst langfristige Sicherung des Behandlungserfolges ist unser erklärtes Ziel! Um dies zu erreichen, sind regelmäßige Kontrollen (Recall) sowie, zunächst vierteljährlich durchzuführende, professionelle Zahnreinigungen (PZR) unerlässlich!